Der Nationalfeiertag in Neuseeland

REZEPTE  
1. Forellen-Mousse  
2. Golden Bay (Krabbentoast)  
3. Cheddarkäse-Suppe  
4. Nudelsalat mit Meeresfrüchten  
5. Kiwi Hähnchen  
6. Seelachs in Folie  
7. Frittierte Süßkartoffeln  
8. Kokosnusspudding mit
Limmetensirup
 
9. Kiwiflan mit Walnüsen  
10. Kiwi-Shake  

In der Muttersprache der Maori-Ureinwohner „Aoteroa“ („Land der langen weißen Wolke“) genannt, liegt Neuseeland im Südpazifik ca. 2000 km südöstlich von Australien entfernt. Die Landfläche von ungefähr 270.000 Quadratkilometern verteilt sich auf drei Hauptinseln, nämlich North Island, South Island und Stewart Island. Außerhalb der Hauptstadt Wellington ist im Allgemeinen wenig über das Land und deren Bewohner, die in Neuseeland liebevoll „Kiwis“ genannt werden, bekannt.
Im Jahre 1769 führte Kapitän Cooks Umsegelung und Kartografierung der Hauptinseln zu einem stetig anwachsenden Einwanderungs- und Handelsstrom. Zunehmende Gesetzlosigkeit, Auseinandersetzungen mit den Ureinwohner und die drohende Annektierung durch Frankreich, veranlassten die Briten 1840 dazu, Neuseeland zur Kronkolonie zu erklären.

Alljährlich wird am 06. Februar der „Waitangi Day“ oder auch umgangssprachlich „Treaty Day“ genannt, als Nationalfeiertag gefeiert.
Im Jahre 1840 wurde der „Vertrag von Waitangi“ in der Bay of Islands unterzeichnet. Das Ziel dieses Vertrages war es, aufgrund der zunehmenden Einwanderung aus Europa und Australien „geordnete Verwaltungsstrukturen um Sicherheit und Ordnung“ zu gewährleisten. Durch diesen Vertrag wurde Neuseeland eine britische Kolonie und Queen Victoria zum ersten Staatsoberhaupt. Heute, im Jahre 2017, ist Neuseeland eine parlamentarische Monarchie mit Staatsoberhaupt Queen Elizabeth II.
Trotz des britischen Protektorats waren in den Ballungszentrum seit je her die kosmopolitischen Einflüsse deutlich zu spüren. Zwar gehört Neuseeland auch heute noch zum britischen Commonwealth, ist jedoch ein unabhängiger und demokratischer Staat. Die Neuseeländer sind stolz auf ihren Staat, der bereits sehr früh und sehr umfassend Sozialreformen einführte und zudem 1893, als erstes Land der Welt, den Frauen das Wahlrecht gab.

Die Landwirtschaft, hauptsächlich Vieh- und Forstwirtschaft, ist der bedeutendste Wirtschaftssektor und das, obwohl mehr als 80 Prozent der Einwohner in Städten leben. Im Weltvergleich gehört Neuseeland auch zu den Ländern mit der geringsten Bevölkerungsdichte. Neuseeländische Weine gehören seit Beginn der 80iger Jahre zu den besten der Welt, da das milde Meeresklima ideale Bedingungen für die reife der Trauben schafft.

Ein zunehmend wichtiger Wirtschaftsfaktor wird der Tourismus. Nach der weltweit umjubelnden Verfilmung des Romans „Der Herr der Ringe“, dessen Außenproduktion in Neuseeland stattgefunden hat, erlebte die Tourismusbranche einen regelrechten Boom. Das Land kann sich als Paradies für Landschafts- und Sporttouristen bezeichnen. Im subtropischen Norden, dem kühlem Süden, dem feuchtem Westen und dem trockenem Osten hat man bei einer Rundreise „Europa im Kleinen“ erlebt.  Bei der Reiseplanung sollte man jedoch beachten, dass Neuseeland auf der Südhalbkugel liegt und die Jahreszeiten umgekehrt zu den heimischen verlaufen.

Die traditionelle Küche der Maori ein einer kargen Hausmannskost aus Wurzeln, Beeren, Süßkartoffeln und, zuweilen auch, aus Fischen und Vögeln. Vor ca. 150 Jahren begannen die europäischen Siedler ihre Einflüsse auf die „Kiwi-Küche“ zu entwickeln. Die Einwanderer aus unterschiedlichen Nationen, sowie der zunehmende Tourismus hat die neuseeländische Küche des letzten halben Jahrhunderts in geradezu revolutionärer Weise verändert, was sich in vielen Restaurants und Guesthouses im ganzen Lande gut erkennen lässt. Überall wird geschmackvolles und gesundes Essen mit besten Zutaten geschätzt, die vom Meer und durch die reichen Böden in höchster Qualität geliefert werden. Biologisches Fleisch ist in Neuseeland mehr die Regel als die Ausnahme. Frisches Gemüse und Obst wird bei einem typisch neuseeländischen Essen niemals fehlen. Als typisches Getränk wurde lange Zeit Bier gereicht, was sich jedoch mit dem kometenhaften Aufstieg der heimischen Weinproduktion stark verändert hat.

Neuseeländer lieben Geselligkeit und das nicht nur zu ihren berühmten „Barbies“ (=Barbecues=Grillpartys), sondern auch zu kleinen, größeren, festlichen oder aus gar keinem besonderem Anlass und so verbreiten sich weit über die Landesgrenzen hinaus Gerichte wie z.B. Gebeizter Lachs mit Kräutern, Sherry und Ingwer, Muschelsuppe, Kartoffelsalat vom Grill, Gezuckerte Tamarillos, Lammrippe mit Zitronen-Safran-Tomaten-Salsa, Hummer Risotto, Fisch Steaks, Kiwiflan mit Walnüssen, Süßkartoffel-Torte und noch vieles.


Mit kulinarischen Fernweh-Grüßen
verbleibe ich Ihre und Eure
„Wanderköchin“

Marie-Ann Schwenk

 

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