Nationalfeiertag in Indien

REZEPTE  
     
1. Rohkostplatte mit Erdnussdip  
2. Joghurt-Gurken-Kaltschale  
3. Reissalat auf indische Art  
4. Gemüse in cremiger Sahnesauce  
5. Würziges Lammcurry  
6. Kartoffelcurry  
7. Gurken-Raita  
8. Rosen-Reis  
9. Mango-Gelee  
10. Zitronen-Lassi  

Der Name „Indien“ wurde von dem Strom „Indus“ abgeleitet und ist ein Land voller Schönheit, Vielfalt, Widersprüche, Lebensfreude und leider auch, einer sehr, sehr bitteren Armut. Auf einer Fläche von mehr als drei Millionen Quadratkilometern erstreckt sich der siebtgrößte Staat der Erde. Neben politischen Grenzen, hat Indien im Norden und Nordosten mit dem Himalaya-gebirge eine der schönsten und natürlichsten Grenzen der Erde aufzuweisen.
Die Vielfalt und die Lebensfreude des Landes spielen sich in den indischen Feiertagen wieder, die sehr aufwendig begangen werden.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass Indien gleich drei Nationalfeiertage aufzuweisen hat. Am 26. Januar wird der „Tag der Republik“ und am 15. August wird alljährlich, seit dem Jahre 1947, der „Tag der Unabhängigkeit“ gefeiert.
In Verehrung für den großen Denker Mahatma Gandhi (= „ die große Seele“), der mit seinem Leben in konsequenter und absoluter Gewaltfreiheit, Indien in die Unabhängigkeit von seiner Kolonialmacht England geführt hat, möchte ich heute auf dritten Nationalfeiertag in Indien hinweisen. Es ist der 02. Oktober, der Geburtstag von Gandhi. Dieser ist der Geburtstag von Gandhi ist gesetz-licher Feiertag in ganz Indien. Der Ort der Kremation Gandhis, der „Raj Ghat“ wurde in Neu-Delhi zum Gedenkplatz umgestaltet. Dort findet jedes Jahr die zentrale Gedenkveranstaltung statt, neben öffentlichen und privaten Gebetszeremonien. Auch wenn dieser Nationalfeiertag stiller begangen wird, als die beiden andren Nationalfeiertage, bleiben die traditionellen Festmähler der indischen Küche an diesem Tage nicht aus.
Bereits vor über vier Jahrtausenden, brachten Mogulherrscher die Üppigkeit der persischen Küchen von dem bergigen, meist schneebedecktem, Norden bis hin zum subtropischen Süden Indiens. So entstanden Fleisch- und Fischgerichte mit getrockneten Früchten und Nüssen, in reich gewürzten, cremigen Saucen, aromatisiert mit Essenzen aus Limonen und Rosen und dekoriert mit hauchdünnen Silberblättchen. So präsentiert sich der kulinarische Teil Indiens von Kashmir bis Punjab.
Ein typisches indisches Mahl besteht aus ein oder zwei Currys, einer Schüssel Reis, einem Gemüsegericht, Joghurt-Dal und Salat oder einem Gericht aus Hülsenfrüchten. Dazu fungieren Tandoori-Brote, Pickles und Chutneys als Beilagen. Als Getränke werden Joghurt-Lassis, Kokoswasser, Fruchtsäfte, Kokosmilch und Tees gereicht.
Als die typischen Hauptgerichte der indischen Küche haben die Currys eine ganz hochdifferenzierte Zubereitungsform entwickelt. Ein gutes Curry wird in einem Degchi gegart und die Gewürze für Fleisch-, Fisch-, Gemüse- und Reiscurrys müssen ganz genau aufeinander abgestimmt sein. Bis zu 25 Gewürze können einem einzigem Gericht beigemischt sein und ein halbes Dutzend ist das unterste Minimum. Als kleine Gewürzauswahl präsentieren sich: Kardamom, Nelken, Zimt, Süßholz, Kurkuma, Muskatnuss, Garam Masala, Koriander und Sandelholz.
Die Religion hat bis heute einen spürbaren Einfluss auf die indische Küche. Der orthodoxe Hinduismus hat ein kompliziertes Netz aus Regeln aufgesetzt, das nicht nur bestimmt, was gegessen werden darf, sondern auch wer für wen kocht. Für Ausländer jedoch viel wichtiger, bietet Indien, in seiner unendlichen Weite, ein an Facetten, Traditionen, Religionen, Landschaften, Völker und Gerichten reiches Land, das sicherlich mehr als eine Reise wert ist!

Mit kulinarisch-indischen Fernweh-Grüssen
verbleibe ich Ihre und Eure
„Wanderköchin“

Marie-Ann Schwenk

 

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