Nationalfeiertag in Mexiko

REZEPTE  
     
1. Avocado Dip  
2. Brotsuppe  
3. Tacos mit Pikanter Gemüsefüllung  
4. Tacos mit Fleischfüllung  
5. Huhn mit Früchten in Chili-Sauce  
6. Kidney-Bohnen-Gemüse-Auflauf  
7. Tequila-Mousse mit Erdbeersauce  

Alljährlich wird am 16. September in ganz Mexiko der „Día de la Independencia“, als ein gesetzlicher Feiertag im ganzen Lande ausgelassen gefeiert.
Nachdem 1517 die ersten spanischen Eroberer unter Francisco Hernández de Córdoba, die mexikanischen Ureinwohner unter spanische Kolonialherrschaft gestellt haben, dauerte es bis zum Jahre 1810, als die Mexikaner ihre Unabhängigkeit erklärten. Nach dem blutigen Unabhängigkeitskrieg, wurden 1821 endlich die „Vereinigten Mexikanischen Staaten“ gegründet. Heute ist Mexiko eine präsidentielle Monarchie in Nordamerika.
Salsas, Tortillas und Tacos sind die bekanntesten Gerichte, wenn es um die Küche in Mexiko geht. Aber die mexikanischen Speisekarten haben eine weitaus größere Vielfalt zubieten, als es von unseren Breiten aus vermuten lässt.
Zunächst einmal spiegelt sich die turbulente Geschichte Mexikos, auch in ihrer Esskultur wieder. Es gab den Aufstieg und Fall der Maya-Kulturen, die faszinierende Welt der Azteken, welche die spanischen Eroberer, unter Führung von Cortés, auf ihrer höchsten Blüte angetroffen haben. Die turbulenten Jahre der mexikanischen Revolution ebenso wie die Traditionen der Ureinwohner haben ihre Spuren in der Küche des Landes hinterlassen.    
Zunächst einfach „Gewürzinsel“ genannt, existierte in dem Land, das bald als „Mexiko“ bekannt wurde, eine blühende Bauernkultur mit Kürbissen, Mais und Bohnen als Grundnahrungsmitteln. Die Aristokratie und die Priesterschaft durften sich an Leckerbissen wie z.B. Wachteln, Truthähnen, Wild und Fischen laben.
Dazu wurde viel Schokolade getrunken. Auf der einen Seite brachten die spanischen Eindringlinge Rezepte und Zutaten aus ihrer Heimat mit nach Mexiko, auf der anderen Seite brachten sie Ananas, Zitrusfrüchte, Knoblauch, Zuckerrohr und noch vieles mehr auf ihrem Rückweg zu seinem Siegeszug in die alten Welt und um die ganze Welt. Die einheimischen Köche, d.h. meistens Köchinnen, kombinierten ihre traditionellen Zutaten mit den einheimischen Nahrungsmitteln und so entstand eine einzigartige Küche, die jeden Feinschmecker nur beeindrucken kann.
Auch wenn die regionale Küche von den bizarren Steppen des Norden, über die dampfenden Urwälder des Südostens bis hin zu den palmengesäumten Stränden des Pazifiks stark variiert, sind doch eine Suppe zum Anfang und ein stark gerösteter Kaffee, der con leche, zum Abschluss einer Mahlzeit überall im Lande zu finden.
Die Nationalfarben des Landes Weiß, Rot und Grün sind auch in den berühmten Pozoles, den Eintöpfen, zu finden. Donnerstag gibt es traditionsgemäß einen grünen Eintopf aus Chillies und Grüngemüse, mit chiles ancho und Tomaten entsteht ein tiefroter Eintopf. Pozole blanco (weißer Pozole), einer Spezialität der Guerreros bleibt häufig dem Sonntag vorbehalten, da Schweinefleisch ein unersetzlicher Bestandteil ist. Selbst bei der mexikanischen „comida“, der Hauptmahlzeit des Tages mit Minimum fünf Gängen, ist eine herzhafte Suppe als erster Gang Hauptbedingung.
Die feinen und köstlichen Aromen der mexikanischen Küche bieten immer wieder Grund für Überraschungen und Gerichte wie z.B. Artischocken nach Hazienda-Art, Blumenkohl und Zucchini im Teigmantel, Roter Snapper in Limetten-Sauce, Gemüsesuppe mit Rettichsauce, Spinatsalat mit Hibiskusblüten-Dressing, Huhn in Erdnuss-Sauce und Meringuekranz mit Mangos bieten nur eine kleine Auswahl.
Es bleibt zu wünschen, dass sich dieser faszinierende und immense Reichtum des Landes in Zukunft gleichmäßiger auf alle Gesellschaftsschichten der Mexikaner verteilen kann!


Mit feurig-kulinarischen Grüßen
verbleibe ich Ihre und Eure
„Wanderköchin“

Marie-Ann Schwenk

 

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