LEITGEDANKEN FÜR GARTENBESITZER UND PFLÜCKHELFER

Vorrausetzung für alle Aktionen der Naturkammer, ist ein NICHT-kommerzielles Verwerten der Ernte. Im nachfolgenden Text werden die Ernteerzeugnisse, zwar durchgängig nur „Früchten“ genannt, dieser Leitfaden ist jedoch auf alle Naturgaben bezogen.



1. Das Fundament

Grundlage für die Arbeit im Projekt „Die Naturkammer“, ist die Achtung zwischen Natur und Menschen. Und auch die Achtung zwischen Menschen und Menschen. Sowie die NICHT-kommerzielle Verarbeitung der Naturgaben. Alle Naturgaben dürfen ausschließlich nur NICHT-kommerziell verwendet werden.



2. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist ....

Es ist ein großer Vertrauensbeweis, als unbekannte Person/ unbekannte Personen auf ein Privatgrundstück eingeladen zu werden.
Die Grundstücksbesitzer haben deshalb das Recht dazu, sich nicht nur einen gültigen Personalausweis zeigen zu lassen, sondern die Erntehelfer sind dazu verpflichtet, eine Kopie ihres Personalausweises für die Gartenbesitzer mitzubringen!!!

Das Leben stellt zwar immer ein Risiko dar, aber es lässt sich reduzieren. Deshalb wird den Gartenbesitzern auch geraten, ihr Bargeld, sowie ihre Wertgegenstände vorsorglich unter Verschluss zu halten.



3. Haftungsausschluss

Die Homepage mit allen Informationen und Rezepten wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt, jedoch wird jegliche Haftung für alle Kontakte und Informationen, sowie eventuell hieraus entstehenden Schäden, ausgeschlossen.

An dieser Stelle möchte ich nochmals ausdrücklich auf den Haftungsausschluss hinweisen, der für alle Bereiche der „NATURKAMMER“ gültig ist. Durch die Homepage wird ausschließlich nur Kontakte und Informationen vermittelt, jedoch keine Haftung für daraus entstehende Schäden übernommen.



4. Geben und Nehmen

Gartenbesitzer und Pflück-Helfer bilden eine Einheit von Geben und Nehmen.
Es ist deshalb für die Pflück-Helfer zu empfehlen, ein kleines Begrüßungsgeschenk für die Gartenbesitzer mitzunehmen. Möglichst etwas „aus eigener Herstellung“, wie z.B. ein kleines Geschenk aus der eigenen Küche, eine Handwerks- oder Bastelarbeit o.ä.
Es ist ebenso angebracht, dass die Gartenbesitzer einen kleinen Anteil derjenigen Produkte erhalten, die aus ihrem garteneigenen Obst hergestellt worden sind, wie z.B. Marmelade oder Saft.
Ganz besonders schön ist es, sich zu einer gemeinsamen „Ernte-DANK-Mahlzeit“ zu treffen.
Die Gartenbesitzer dürfen natürlich auch schon gleich „vor Ort“ einen Ernteanteil als Pflück-Provision beanspruchen.



5. Lagern und Verarbeiten

Bereits vor dem Ernten ist es sinnvoll, nicht nur einen, sondern auch schon gleich zwei Schritte voraus zu denken. Denn nach dem Ernten, müssen die Früchte nicht nur gelagert, sondern auch sachgerecht verarbeitet werden. Bitte informiert Euch VOR einer Pflück-Aktion, über Rezepte und Anleitung zum FACHGERECHTEN Verarbeiten der Früchte, sowie über Personen, die Dörrgeräte, Entsafter o.ä. zur Verfügung stellen können.Und auch übergrundlegende Fehler, die beim Einmachen entstehen, damit diese von Euch (hoffentlich), gleich schon zu Beginn, vermieden werden können.
Es ist nicht der Sinn der „NATURKAMMER“, dass Früchte im Keller verderben, anstatt in einem Garten. Manche Mostereien haben lange Wartezeiten. Es ist deshalb ratsam, RECHTZEITIG einen Termin zu reservieren. Für Rezepte aller Art, könnt Ihr Euch natürlich immer an mich wenden.


6. Aufteilung

Immer wieder melden sich Gartenbesitzer, die ein fast schon plantagenartiges Vorkommen an Obst in ihren Gärten haben. Sofern das Pflücken durch eine Gruppe erfolgt, legt bitte im VORAUS fest, ob jedes Gruppenmitglied für sich in eigenen Körben pflückt oder ob die ganze Ernte gemeinsam geteilt wird. Sinnvoller Weise sollten die Aufteilungsregeln vorher schriftlich festgelegt werden, damit es hinterher nicht zu Meinungs-verschiedenheiten kommt. Falls es dennoch zu Meinungsverschiedenheit kommen sollte, so ist es mein Rat, sich rechtzeitig an einen Streitschlichter zu wenden, damit die Situationen nicht eskaliert.


7. Gemeinsam statt einsam

Es liegt ebenfalls im Grundgedanken der „Naturkammer“, dass zu  Großaktionen bzw. kompletten Pflücktagen, auch Personen eingeladen werden, die nicht selbstständig zu Pflückorten kommen können, wie z.B. Menschen mit körperlichen oder seelischen Einschränkungen, Rentner, Flüchtlinge oder sozial benachteiligte Personen. Man kann sich vor Ort darüber informieren, welche Ansprechpartner Kontakte vermitteln, wie z.B. Kirchengemeinden, Caritas, Tafeln o.ä.


8. Die Wonneproppen

Sofern die süßen Kleinen mit zu den Pflückaktionen kommen, sind ganz strikte und besondere Sicherheitsregeln zu beachten. Vor allem dürfen Kinder niemals unbeaufsichtigt auf einem fremden Gelände sein!!! Teilt bitte auf jeden Fall immer verbindliche Aufsichtskräfte ein!
Außerdem sollte man sich vorher über Spiel- und Ruhezonen informieren, in denen sich die Minis ausruhen können.
Stichwort: Mittagsschlaf
Kuscheltiere und Schnuller nicht vergessen!


9. Aller Anfang ist nicht leicht…

Getreu der uralten Weisheit: „Was lange währt, wird endlich gut!“,
ist es mein ganz dringender Rat, nicht gleich aufzugeben, sofern am Anfang nicht alles glatt läuft. Alles Neue muss zuerst aus seinen „Kinderkrankheiten“ herauswachsen. Etwas, dass im ersten Jahr nicht richtig funktioniert hat, kann im nächsten Erntejahr besser laufen.

Also, nicht verzagen, sondern dran bleiben und sich Rat holen!!!!!
Lokale Bioläden, Biohöfe und Landfrauen-Vereine können in den meisten Fällen Auskünfte über Personen geben, die dazu in der Lage sind fachkompetenten Rat zu vermitteln.


10. Thema: SICHERHEIT !!!!!!!!!

Die meisten Unfälle passieren nicht im Straßenverkehr, sondern in Haus und Garten!
Sofern eine Leiter zum Pflücken eingesetzt wird, bitte vorher die Standfestigkeit prüfen und IMMER (!) zwei Sicherheitskräfte an jeder Seite der Leiter zum Festhalten positionieren.
Beim Pflücken im Baum, ist unbedingt ein Sicherungsseil und ein Kopfschutz zu tragen!
Alle Geräte und Hilfsmittel, die bei einer Pflück-Aktion zum Einsatz kommen, müssen das „GS“ Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ tragen.
Ein „Erste-Hilfe-Kasten“ gehört mit zur Pflück-Ausrüstung.


11. Berichte teilen

Es wäre schön, wenn Erfahrungen und Tipps geteilt werden.
Ihr könnt mir schreiben, damit wertvolle Erfahrungen auf der Homepage veröffentlicht werden. Sofern ich komplette Fotos und Berichte veröffentlichen darf, muss eine schriftliche Vollmacht zugefügt werden. Außerdem bin ich sehr interessiert daran zu erfahren, was aus den Pflück-Aktionen alles entstanden ist.

Zwar ist schon auf der Startseite zu lesen, dass Ihr mir Berichte über Feste und Brauchtümer, Lieder, Spiele, Märchen und anderes „Rund um die Jahreszeiten“ zusenden könnt, aber gerne weise ich an dieser Stelle nochmals darauf hin.


12. Teilnahmebedingungen

Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Registrierung und die Teilnahme.

Die Registrierung kann jederzeit, ohne Angabe von Gründen seitens der Projektleitung, wieder gelöscht werden. Es bestehen keine schadensersatzansprüche.

Die Teilnahme an Aktionen der „Naturkammer“ steht zwar grundsätzlich allen Personen offen, die ein respektvolles Verhalten zeigen, jedoch wird dringend darum gebeten, dass Personen von der Teilnahme absehen, die einer gewaltbereiten, rassistischen, extremistischen und/ oder verfassungsfeindlichen Organisation oder Gruppierung angehören.

Ein Ausschluss von Personen, die gegen die Grundgedanken der „Naturkammer“ verstoßen bleibt nicht nur vorbehalten, sondern wird sofort vorgenommen.

Bitte meldet Verstöße gegen die Grundregeln umgehend an mich, denn das Projekt kann nur funktionieren, sofern die Leitgedanken beachtet werden.


13. Kleidung und Wetter

Bei fleißiger Pflückarbeit, bleibt die Kleidung nicht verschont. Es ist zum Tragen von Arbeitskleidung zu raten und auch dazu, komplette Kleidung und Schuhe zum Wechseln mit zum Pflücken zu bringen.
In Irland heißt es: „Es gibt niemals schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.“
Häufig ist es auch angenehm, beim Pflücken Handschuhe zu tragen.


14. Wuffis und Schatzis

Ob Tiere überhaupt mitkommen dürfen, muss im VORAUS geklärt werden (Tierhaarallergien, Phobien etc.). Achtet darauf, dass die Vierbeiner immer an einer Leine, eventuell an einer Laufleine, sind.
Bitte lasst auf keinen Fall Hunde, oder andere tierische Schatzis, alleine im Auto. Leider hatte schon mehr als ein bester Freund des Menschen, eine zu große Hitze im Auto mit seinem Hundeleben bezahlen müssen!


15. Wer soll das bezahlen?

Zu guter Letzt möchte ich noch auf das Spendenkonto der „NATURKAMMER“ hinweisen.  
Die Projektarbeit macht mir sehr viel Spaß, jedoch sind immer wieder Unkosten zu bewältigen.
Auf dem Spendenkonto sind auch Spenden in einstelliger Eurosumme, also von 1 – 9 Euro sehr, ganz besonders herzlich willkommen!
Da „DIE NATURKAMMER“ kein eingetragener Verein ist, sind die Spenden nicht steuerlich absatzfähig und es wird KEINE Spendenbescheinigung ausgestellt.

Die Bankverbindung lautet:

Schwenk für die Naturkammer
Kreissparkasse Verden (Aller)
IBAN:
DE72 2915 2670 0020 3982 10

BIC:
BRLADE21VER


16. Ein bisschen Spass muss sein, dann ist die Welt voll……

Die Pflückaktionen sind Impulsen, die (hoffentlich) neue Wege öffnen und sind nicht,  als ein Wettbewerb zu verstehen.

Es ist nicht förderlich, sich über dasjenige zu ärgern, was nicht in die Rubrik "Optimal" fällt. Deshalb ist es mein Rat nicht alles sooooooo ernst zu sehen und sich eher an demjenigen zu freuen, was gelungen und entstanden ist.

Viel Erfolg, gutes Teamwork und viel, viel Spass wünscht euch allen herzlich

 

 

Eure „Wanderköchin“

Marie-Ann Schwenk



 

 

 

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